MRT Ganzkörper
Die Ganzkörper-MRT ist ein modernes, schonendes Diagnoseverfahren, das den gesamten Körper ohne Strahlenbelastung untersucht. Für Patientinnen und Patienten bietet sie den Vorteil, dass potenzielle Erkrankungen frühzeitig erkannt werden können – oft noch bevor Symptome auftreten. Durch die hohe Detailgenauigkeit lassen sich Organe, Gewebe und Gefäße präzise beurteilen, was eine gezielte und individuelle Behandlung ermöglicht. Zudem erfolgt die Untersuchung in der Regel schmerzfrei und ohne Eingriff in den Körper, was sie besonders sicher und komfortabel macht.
- Wann ist eine Ganzkörper-MRT sinnvoll?
Die Ganzkörper-MRT hat im Rahmen der Gesundheitsvorsorge einen stetig ansteigenden Stellenwert, gegenüber konventionellen Vorsorge-Maßnahmen, wie bspw. dem Röntgen, dem Ultraschall und der Positronen-Emissions-Tomographie (PET). Diese diagnostischen Verfahren sind bereits seit einigen Jahren zur Krebsvorsorge und für regelmäßige Gesundheits-Checks bekannt. Sie müssen allerdings, im Gegensatz zur Ganzkörper-MRT in Kombination und teilweise auch mit der Verwendung von Röntgenstrahlung durchgeführt werden.
Die Ganzkörper-MRT eignet sich vor allem für die präventive Vorsorge von Krebs- und Gefäßerkrankungen bei beschwerdefreien Patienten/-innen. Insbesondere Herz-Kreislauf-Erkrankungen zählen in Deutschland zu den häufigsten Todesursachen. Sie entstehen meist durch die Verengung oder Verkalkung von Blutgefäßen und treten zunächst völlig symptomfrei auf, können aber im Laufe der Zeit zu Schlaganfällen oder Herzinfarkten führen. Das Risiko hierfür steigt bei erhöhtem Lebensalter (ca. ab dem 60.Lebensjahr), bei genetischer Veranlagung und bei Vorliegen verschiedener Risikofaktoren, wie etwa langjähriges Rauchen, Übergewicht, Diabetes mellitus u.ä. . Mit dem Ganzkörper-MRT können krankhafte Veränderungen des kardiovaskulären Systems zuverlässig diagnostiziert werden.
Neben der Früherkennung von Krebs- und Gefäßerkrankungen können mithilfe der Ganzkörper-MRT auch entzündliche Erkrankungen (z.B. rheumatoide Arthritis, Multiple Sklerose) und deren Aktivität, sowie andere gutartige Veränderungen im Körper (Bandscheibenvorfälle, Arthrose, Gallensteine , Zysten u.v.m.) aufgedeckt werden.
Bei Vorliegen von lokalisierten Beschwerden werden wir Ihre Ganzkörper-MRT individuell und gezielt an diese anpassen.
Da es sich bei der MRT um ein zeitsparendes und komfortables Verfahren ohne die Verwendung von Röntgenstrahlung handelt, ist die Ganzkörper-Untersuchung auch bei jungen Patienten/-innen bedenkenlos möglich.
Neben der Vorsorge gibt es weitere Gründe und Indikationen für eine Ganzkörper-MRT:
- Beurteilung der Körperzusammensetzung (insbesondere bei Übergewicht)
- Verlaufskontrolle von systemischen Erkrankungen
- Ausschluss von Metastasen bei Vorliegen einer bösartigen Tumorerkrankung
Es gibt spezielle Erkrankungen die mittels der Ganzkörper-MRT nicht optimal dargestellt werden können und bei denen es Verfahren mit höherer Genauigkeit gibt. Hierzu gehören:
- Darmkrebs -Für die optimale Vorsorge bieten wir Ihnen unsere virtuelle Darmspiegelung an: Ohne Eingriff in den Körper ist sie somit schnell, unkompliziert und schmerzfrei. Dadurch ist keine Anästhesie erforderlich.
- Brustkrebs- Für diese Erkrankung können wir Ihnen mit MRT-Mammographie, konventionelle Mammographie, Tomosynthese und Ultraschall eine Auswahl leistungsfähiger Diagnostiken anbieten.
Ein zuverlässiges, zeitsparendes und komfortables Verfahren ohne Eingriffe oder die Verwendung von Röntgenstrahlung stellt die MRT-Mammographie dar.
Lungenkrebs und andere Veränderungen der Lunge- Lungenveränderungen können prinzipiell auch in der Ganzkörper-MRT erkannt werden, jedoch bietet die Niedrigdosis-CT hier eine deutlich höhere Erkennungsrate.
- Wie läuft die Untersuchung ab?
In einem persönlichen Vorgespräch erörtern wir zunächst mit Ihnen mögliche familiäre Vorbelastungen, Vorerkrankungen und Ihre persönlichen Risikofaktoren. Anhand dessen legt Ihr Radiologe/-in ein für Sie individuell „zugeschnittenes“ Untersuchungsprogramm fest.
Während der gesamten Untersuchung liegen Sie dann in entspannter Rückenlage auf unserer Untersuchungsliege. Hierbei legen wir besonderen Wert auf Ihre bequeme Lagerung und statten Sie nach Wunsch gerne mit verschiedensten Kissen und Decken aus. Für die hochauflösende Bildqualität werden lediglich flexible Aufnahme-Spulen benötigt, die wir Ihnen schonend und möglichst angenehm auf den Rumpf legen werden.
Die Untersuchung selbst verläuft völlig komfortabel, ohne Eingriffe oder die Verwendung von Röntgenstrahlung. Die einzelnen MRT-Messungen sind nicht zu spüren. Sie sind lediglich zu hören, wogegen wir Sie gerne mit Kopfhörern ausstatten, über die wir Ihnen zusätzlich einige Atemkommandos geben werden, um die bestmögliche Bildqualität zu gewährleisten.
Die gesamte Untersuchung wird etwa 45 bis 60 Minuten, je nach Umfang dauern. Unser halboffenes MRT-Gerät ist zu beiden Seiten geöffnet. Für klaustrophobische Patienten gibt es dennoch die Möglichkeit der oralen Einnahme eines Beruhigungsmedikaments vor Ort.
Vor der Untersuchung wird ggf. ein Medikament (Buscopan®) in die Armvene gespritzt, das die Bewegung des Darms einschränkt, da die natürliche Darmbewegung die Bilderstellung beeinträchtigen kann.
Eine Kontraindikation für dieses Medikament (Buscopan®) besteht für Patienten mit erhöhtem Augeninnendruck („Grüner Star“) oder Herzrhythmusstörungen. Zudem kann die Pupillenreaktion des Auges beeinträchtigt werden, was zu Sehstörungen führen kann. Patienten sollten deshalb eine Abholmöglichkeit einplanen, da für etwa 6-8 Stunden nach Gabe von Buscopan® eine Verkehrsuntauglichkeit bestehen kann.
Während der Untersuchung ist die intravenöse Verabreichung eines Gadolinium-haltigen Kontrastmittels notwendig, um. Dieses Kontrastmittel ist generell sehr gut verträglich und führt nur in seltenen Einzelfällen zu allergischen Reaktionen. Lediglich im Falle einer bekannten Allergie oder einer vorbestehenden Nierenerkrankung muss u.U. auf das Kontrastmittel verzichtet werden.
- Was tun bei Platzangst?
MRT-Untersuchungen bei Patienten mit Platzangst ist eine regelmäßig auftretende Situation, die in den meisten Fällen gemeistert werden kann. Durch beruhigende Zusprache und Hilfe durch unser Personal oder durch die Mitnahme einer Begleitperson in den Untersuchungsraum ist es meistens trotz Platzangst möglich diese Untersuchung durchzuführen. Unser MRT-Gerät verfügt über eine „Open-Bore-Architektur“ mit einem übergroßen Innendurchmesser von 70 cm, was vor allem Menschen mit Platzangst oder mehr Körperumfang entgegen kommt. Bei akuter Platzangst können wir Ihnen auch vor der Untersuchung ein leichtes Beruhigungsmittel geben. Bitte organisieren Sie eine persönliche Abholung. Aus Sicherheitsgründen darf der Heimweg nicht allein angetreten werden. Kurznarkosen sind in einem ambulanten Untersuchungsrahmen leider nicht möglich.
MRT Prostata
Die Prostata-MRT ist ein hochauflösendes Verfahren der Magnetresonanztomographie, das speziell zur präzisen Darstellung der Prostata eingesetzt wird. Sie ermöglicht es, selbst kleinste Veränderungen im Gewebe frühzeitig zu erkennen und zwischen gutartigen und verdächtigen Befunden zu unterscheiden. Für Patienten bietet die Prostata-MRT große Vorteile in der Gesundheitsvorsorge: Sie trägt dazu bei, unnötige invasive Eingriffe zu vermeiden, verbessert die Genauigkeit der Diagnostik und unterstützt eine frühzeitige, individuell abgestimmte Behandlung. Dadurch kann die Lebensqualität langfristig erhalten und das Risiko fortgeschrittener Erkrankungen deutlich reduziert werden.
- Für wen ist eine Prostata-MRT sinnvoll?
Aufgrund Ihrer geringen Zuverlässigkeit wird die ab dem 50. Lebensjahr empfohlene Tastuntersuchung der Prostata allmählich von der Vorsorge-Prostata-MRT abgelöst. Da auch die Zuverlässigkeit des transrektalen Ultraschalls vergleichsweise gering ist, wird bei der herkömmlichen Vorsorge zusätzlich der PSA-Wert regelmäßig kontrolliert. Bei auffälligem PSA-Wert (erhöhter Wert: >4ng/ml) besteht der Verdacht eines Tumors, der in der Regel mit einer Probenentnahme ausgeschlossen werden soll. Hierbei darf allerdings nicht vergessen werden, dass der PSA-Wert auch bei harmlosen und gutartigen Erkrankungen der Prostata auffällig erhöht sein kann. Die anschließende Gewebeentnahme erfolgt meist ungezielt und erreicht dadurch oftmals nur eine Trefferquote von 30-40%.
Die Prostata-MRT kann dagegen aufgrund ihrer funktionellen Möglichkeiten nicht nur Auskunft über Ort und Ausbreitung eines Tumors geben, sondern auch über dessen Aggressivität. Dadurch können in der MRT verdächtige Areale bereits vor einer geplanten Gewebeentnahme entdeckt werden, wodurch die Treffwahrscheinlichkeit deutlich steigt.
Die multiparametrische Untersuchung empfiehlt sich neben der allgemeinen Vorsorge insbesondere bei Patienten mit erhöhtem bzw. schwankendem PSA-Wert, bei denen entweder ein Tumor vor geplanter Gewebeentnahme gesucht wird oder bereits eine Gewebeentnahme aus der Prostata erfolgt ist und kein Tumor gefunden werden konnte.
Darüber hinaus kann die MRT bei einem bereits gesichertem Prostatatumor zur Beurteilung der Ausdehnung der Erkrankung genutzt werden und so zur optimalen Therapieplanung beitragen. Da bei der Kernspintomographie keine Röntgenstrahlung verwendet wird, lässt sich die Untersuchung beliebig oft im Rahmen von Verlaufskontrollen bei unklaren Befunden oder der Suche nach einem Lokalrezidiv durchführen.
- Was muss vor der Untersuchung beachtet werden?
Bei einer vorausgegangenen Probenentnahme an der Prostata sollte die MRT frühestens nach 6, besser erst nach 8 Wochen durchgeführt werden, da insbesondere Einblutungen in die Prostata die Beurteilung der MRT einschränken können.
Für die optimale Bildbeurteilung in Anlehnung an Ihre Vorgeschichte bitten wir Sie darum, sofern vorhanden, sämtliche Vorbefunde zur Untersuchung mitzubringen (z.B.: PSA-Wert, Ergebnis einer Probenentnahme).
Da wir Ihnen während der Untersuchung ein nierengängiges Kontrastmittel in die Armvene einspritzen werden, ist es wichtig, dass wir Ihre Nierenfunktion bereits vorab überprüfen. Bringen Sie hierfür bitte möglichst aktuelle Laborwerte mit (Kreatinin-Wert, GFR).
Bedenken Sie bitte auch, dass Sie aufgrund der unten erklärten Buscopan® Gabe nach der Untersuchung für einige Stunden nicht verkehrstauglich sein werden. Bitte planen Sie daher bereits vor der Untersuchung eine fahrtüchtige Begleitperson oder eine andere Abholmöglichkeit ein.
- Welche Vorteile bringt die KI Unterstützung?
Dank neuester Technologie werden Ihre MRT-Aufnahmen auf Wunsch zusätzlich von einer spezialisierten künstlichen Intelligenz (KI) ausgewertet. Gewebeveränderungen werden automatisch erkannt und exakt vermessen - auch im Vergleich zur Voruntersuchung.
Die spezialisierte KI mdprostate wurde mit tausenden Trainingsdaten darauf trainiert, krankhafte Veränderungen der Prostata zu erkennen. Ihre Auswertung erfolgt nach einem standardisierten System. Die Analyse Ihrer MRT-Bilder durch die KI liefert äußerst präzise, millimetergenaue Ergebnisse. Innerhalb kürzester Zeit erhalten die Ärztinnen und Ärzte einen Bericht, ähnlich einem Laborbefund. Eine anschauliche Grafik zeigt, wo sich auffällige Bereiche in der Prostata befinden.
Ihre Vorteile als Patient
- Präzise Früherkennnung ohne Strahlenbelastung - für eine passgenaue Therapie.
- Eine objektive, verlässliche Zweitmeinung für Ärzt:innen - und mehr Sicherheit für Sie.
- Bestmögliche Basis für individuelle Therapieentscheidungen.
Brust Check-up
Die Untersuchung der Brust ist ein zentraler Bestandteil der modernen Vorsorgemedizin. Zwei bewährte Verfahren stehen dabei im Fokus: die Mammographie und die MRT der Brust.
Die Mammographie ist ein spezielles Röntgenverfahren, das besonders gut geeignet ist, feine Kalkablagerungen (Mikrokalzifikationen) und frühe Anzeichen von Brustkrebs sichtbar zu machen. Sie wird häufig im Rahmen von Vorsorgeprogrammen eingesetzt und gilt als Standarduntersuchung, insbesondere für Frauen ab einem bestimmten Alter.
Die Tomosynthese ist eine Weiterentwicklung der Mammographie. Dabei werden aus verschiedenen Winkeln mehrere Aufnahmen der Brust erstellt, die anschließend zu einer dreidimensionalen Darstellung zusammengesetzt werden. Dies ermöglicht eine deutlich bessere Beurteilung von Gewebestrukturen, insbesondere bei dichtem Brustgewebe, und kann die Erkennungsrate von Auffälligkeiten erhöhen sowie Überlagerungen reduzieren.
Die MRT der Brust hingegen arbeitet ohne Röntgenstrahlung und nutzt Magnetfelder, um sehr detaillierte Schnittbilder des Brustgewebes zu erzeugen. Sie ist besonders empfindlich bei der Darstellung von Weichteilen und kann auch in dichtem Brustgewebe oder bei unklaren Befunden zusätzliche Sicherheit bieten.
Der wesentliche Unterschied liegt somit in der Technik und Aussagekraft: Während die Mammographie als schnelle und bewährte Basisuntersuchung dient, liefert die Brust-MRT ergänzende, hochauflösende Informationen und wird vor allem bei erhöhtem Risiko oder zur weiteren Abklärung eingesetzt. Beide Verfahren zusammen ermöglichen eine präzise und individuell abgestimmte Diagnostik – für mehr Sicherheit in der Gesundheitsvorsorge.
- Wann ist eine Tomosynthese hilfreich?
Zusammengefasst ist die Tomosynthese (3D-Tomosynthese) bei folgenden Gegebenheiten sinnvoll:
- ein auffälliger Tastbefund, der konventionell mammographisch oder sonographisch nicht nachvollzogen werden kann
- Frauen mit dichtem Drüsenkörper
- unklarer Mammographie-Befund mit fraglichem Herdbefund
- Mikrokalzifikationen
- Wie läuft die Brust-MRT ab?
Zu Beginn der Untersuchung erfolgt ein kurzes Aufklärungsgespräch. Anschließend legen Sie sich in Bauchlage auf den MRT-Tisch, wobei die Brust in speziell dafür vorgesehene Öffnungen positioniert wird. Um die Bildqualität zu verbessern, wird in der Regel ein Kontrastmittel über eine Vene am Arm verabreicht.
Während der Untersuchung fährt der Tisch langsam in die MRT-Röhre. Dort entstehen durch starke Magnetfelder und Radiowellen detaillierte Schnittbilder der Brust. Die Untersuchung dauert meist zwischen 10 und 20 Minuten. Während dieser Zeit ist es wichtig, möglichst ruhig zu liegen, damit die Bilder nicht verwackeln.
Die MRT selbst ist schmerzfrei, allerdings können die lauten Klopfgeräusche der Maschine ungewohnt sein. Dafür erhalten Patientinnen in der Regel einen Gehörschutz. Nach Abschluss der Untersuchung können Sie den Alltag sofort wieder aufnehmen, da keine Erholungszeit erforderlich ist.
- Tut die Mammographie weh?
Die Mammographie kann für einen kurzen Moment unangenehm sein, da die Brust für die Bildaufnahme vorsichtig zwischen zwei Platten zusammengedrückt wird. Diese Kompression ist notwendig, um eine möglichst gute Bildqualität bei gleichzeitig niedriger Strahlendosis zu erreichen. Der Druck hält nur wenige Sekunden pro Aufnahme an und wird von den meisten Patientinnen gut toleriert.
Empfindlichkeiten können individuell unterschiedlich sein und hängen unter anderem vom Zeitpunkt im Zyklus ab. Wir empfehlen daher, die Untersuchung – wenn möglich – nicht unmittelbar vor der Menstruation durchführen zu lassen, da die Brust in dieser Zeit oft etwas empfindlicher ist.
Unser erfahrenes Team achtet während der gesamten Untersuchung auf eine möglichst schonende Durchführung und erklärt jeden Schritt, sodass Sie sich gut aufgehoben fühlen.